Sichtweite beim Tauchen – Kurz erklärt

OK!
Wie weit sehen wir Unterwasser? (© Zingg-Dive)

Die Sichtweite unter Wasser ist ein wichtiger Einfluss beim Tauchen. Jeder der schon einmal getaucht oder geschnorchelt hat, hat schnell gemerkt, dass man unter Wasser nicht sehr weit sieht. Gerade Taucher haben sicherlich auch gemerkt, dass die Farben bei zunehmender Tiefe regelrecht verschwinden. Doch wieso?

 

Zum Sehen benötigen wir Licht, und genau dieses wird vom Wasser stärker absorbiert als von der Luft. Je länger die Wellenlänge eines Lichts ist, desto schneller wird es vom Wasser absorbiert. Deshalb sehen wir die Farbe Rot, mit einer Wellenlänge von 650 – 780 nm, maximal bis 10m Wassertiefe. Die Farbe Blau, mit einer Wellenlänge von 380 – 490 nm, sehen wir dagegen bis maximal 60m. In einer Tiefe von über 60m sehen wir also grundsätzlich gar nichts, da kein Licht von der Oberfläche soweit vordringen kann.

Wichtig ist zudem, dass das Licht nicht nur vertikal, also von der Wasseroberfläche in die Tiefe, sondern auch horizontal, also z.b. vom Taucher zu einem anderen Taucher auf gleicher Höhe, absorbiert wird. Deshalb können Taucher generell nur maximal 60m weit sehen.

In der Praxis werden solche traumhafte Sichtweiten von 60m jedoch kaum erreicht, da das Wetter, die Temperatur und die geografische Lage  die Sichtweite z.b. durch die Anzahl Schwebeteilchen stark beeinflussen. In Schwimmbädern kann jedoch eine Sichtweite von 40m erreicht werden, während im Meer oder in einem See von wenigen Zentimetern bis zu 25m alles möglich ist.

Beim Tauchen in der Schweiz gibt es die hilfreichen Sichtweiten-Verzeichnisse, welche im Blog vom 21. Oktober „Sichtweiten für Taucher: Logbuch auf = Handy an!“ erklärt werden.

Lust einmal glasklare Sicht zu erleben? Melde dich bei uns und komm beim nächsten Hallenbadtauchen mit am 6. März im Hallenbad Blumenwies!